Fall-Supervision

Systemisch-bindungsorientierte Fall-Supervision

Fall-Supervision ist im Grunde ein veralteter, irreführender Begriff, denn er suggeriert, es gäbe eine objektive Betrachtung und Wissen über „den Fall“ und es würde „der Fall“, also der Patient, Klient etc. im Mittelpunkt der Reflexion stehen. Da sich dieser Begriff aber so eingebürgert hat, bleibe ich bei dieser Bezeichnung. Ich möchte kurz erläutern, was ich unter „Fall“-Supervision verstehe.

Ich verstehe Fall-Supervision als Reflexion der eigenen Person in der Beziehung zum Klienten (Kind, Patienten, Schüler*in, etc.) im Rahmen des beruflichen Kontextes.

Daher stehen Sie in der Fall-Supervision mit Ihren Fragen zu Ihrem eigenen Erleben, Sichtweisen, Landkarten, Konstruktionen und Handlungen im Mittelpunkt. Es geht also um eine Reflexion Ihrer beruflichen Rolle, Ihrer Person und Ihrer Beziehungen im engeren und weiteren Kontext der Tätigkeit.

Ziel der Fallsupervision ist, das Anliegen/ die Fragen so zu bearbeiten, dass Sie mit gesicherten und/oder neuen Erkenntnissen aus dem Beratungssystem (Supervision) in Ihr Heimatsystem (praktische Arbeit) zurückgehen können.

Als psychosoziale Fachkraft bringen Sie Ihre Persönlichkeit, Ihre Erfahrungen und Bindungsmuster aus Ihrer Herkunftsfamilie und Biografie mit in Ihre Arbeit ein. Daher sind diese auch Teil der Fallsupervision, immer im Sinne der Reflexion der beruflichen Rolle und in Abgrenzung zu Therapie und Selbsterfahrung.

Dafür ist es wichtig, gemeinsam eine sichere und tragfähige Supervisionsbeziehung zu entwickeln. In einem gemeinsamen Lernprozess möchte ich mit Ihnen möglichst viel Sicherheit und Vertrauen schaffen, so dass Sie Ihre eigenen Bindungserfahrungen, Erlebens- und Beziehungskonstruktionen und blinden Flecke betrachten können. Um daraus wieder mehr Sicherheit, Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit zu schöpfen.

Das Angebot der systemisch-bindungsorientierten Fallsupervision richtet sich speziell an pädagogische und therapeutische Fachkräfte im Jugendhilfe-, Gesundheits- und Bildungsbereich.

Hierfür bringe ich auch mein Wissen und meine Feldkompetenzen aus folgenden Bereichen mit, die es mir erlauben, gezielt Reflexionsfragen zu stellen und mich einzufühlen:

  • Systemische und hypnosystemische Beratung
  • Entwicklungspsychologie und Heilpädagogik
  • Bindungstheorie und transgenerationale Familiendynamik
  • Kinderschutzarbeit/Konzeptarbeit zum Kinderschutz

Auch wenn Sie im Mittelpunkt der Reflexionstätigkeit stehen, ist es manchmal hilfreich, das Kind mit seinem Herkunftssystem und Helfersystem näher zu beleuchten. Dies geschieht u.a. durch die Reflexion folgender Aspekte:

  • Entwicklung des Kindes
  • Bindungsqualitäten und Bindungsmuster
  • des sich daraus ergebenden Erlebens / Problem / Ressourcen
  • familiäre Dynamik/ transgenerationale Muster
  • Dynamik und Konstruktionen im Helfersystem
  • Eigene/s Bindungsmuster und –erleben

….und was sich von all dem gerade in der Supervision aktualisiert und spiegelt!

Die Betrachtung des Kindes unter diesen Aspekten dient dazu, das Kind in seinem Erleben und seinen Ängsten zu verstehen, Bindungen zu sichern oder ihm zu helfen, Bindungstraumata zu betrauern und zu verarbeiten. Schwerpunktmäßig geht es aber darum, dass Sie Ihre Reaktionen, Gefühle und Konstruktionen bewusster und umfangreicher wahrnehmen, beobachten und reflektieren.

Auf dieser Basis geht es weiter darum, neue Hypothesen zu entwickeln, wenig hilfreiche Konstruktionen und Glaubenssätze in Hilfreichere zu verändern, Ressourcen und Kooperation im Helfersystem zu aktivieren und Ideen für die pädagogische oder therapeutische Arbeit mit dem Kind und seiner Herkunfts- und/oder Pflegefamilie oder der Heimgruppe zu entwickeln.

In vielen Kontexten, in den systemisch-bindungsorientierte Fallsupervision angefragt wird, steht häufig der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung im Raum. Auch hier bringe ich meine Erfahrungen als insofern erfahrene Kinderschutzfachkraft mit ein. Mein Schwerpunkt liegt dann auf einer systemischen Betrachtungsweise, wie mit diesem Verdacht innerhalb der Organisation und von der Fachkraft umgegangen wird.

Bei Verdachtsmomenten auf Kindeswohlgefährdung verweise ich auf die Notwendigkeit einer Einschätzung durch eine Kinderschutzfachkraft nach §8a SGB VIII. Denn als Supervisorin ist es nicht meine Aufgabe, eine Risikoeinschätzung und einen Schutzplan zu erstellen, dies muss durch eine von der Institution beauftragte Kinderschutzfachkraft erfolgen.

Ich freue mich auf Ihre Fragen zu systemisch-bindungsorientierten Fallsupervision, die wir gerne zuerst in der Beratung zur Beratung klären können.

Ich freue mich, Sie kennen zu lernen und Ihre Anliegen zu besprechen im Raum Bonn, Köln, Siegburg, Hennef, Rhein-Sieg-Kreis, Eifel, Altenkirchen bis nach Neuwied!


Systemisch-bindungsorientierte Fall-Supervision als kreativer Prozess.  Zur Psychohygiene, Qualitätssicherung, Kinderschutzfragen, Bindungssicherheit und Reflexion der eigenen beruflichen Rolle. In Köln, Bonn, Siegburg, Hennef, Rhein-Sieg-Kreis, Eifel, Altenkirchen bis Neuwied.