Bindungsorientierte-systemische Fallsupervision in der Jugendhilfe

Fallsupervision ist die Beratung von Fachkräften in ihrer Arbeit. Die bindungsorientierte-systemische Fallsupervision in der Jugendhilfe biete ich im Köln, Bonn, Koblenz an.

Die Fallsupervision liegt an der Schnittstelle von Profession, Organisation und Person. Aus systemischer Sicht betrachte ich die Supervisandinnen mit ihren Anliegen immer im Kontext ihrer Teams, Arbeitsgebiete, der Hierarchie, ihrer Institutionen und des häufig trägerübergreifenden Hilfensystems.

Aufgabe der Fallsupervision ist die Bearbeitung des Themas der Supervisanden, d.h. auch, die Supervisanden und ihre Beziehung zum Kind stehen im Mittelpunkt der Supervision. Dazu ist es notwendig, das Kind und seine Bindungen mit in den Blick zu nehmen.

Ziel der Fallsupervision ist, dass Anliegen der Supervisand_innen so zu bearbeiten, dass sie mit gesicherten und/oder neuen Erkenntnissen aus dem Beratungssystem (Supervision) in ihr Heimatsystem (praktische Arbeit) zurückgehen können. Neue Erkenntnissen können eine andere Sichtweise, eine veränderte Haltung, eine Idee für die praktische Arbeit, ein erweitertes Verstehen des Kindes und der jeweiligen Familie etc. sein.

Systemischer Hintergrund und Feldkompetenz
In die Fallsupervision in der Jugendhilfe bringe ich mein Wissen und meine Feldkompetenzen aus folgenden Bereichen mit ein:

  • Entwicklungspsychologie und Heilpädagogik
  • Bindungstheorie
  • Familiendynamik
  • Kindeswohl und Kindeswohlgefährdung

Die beschriebene zeitweilige Fokussierung auf das Kind bedeutet für mich, gemeinsam mit den Supervisandinnen Folgendes zu betrachten und zu reflektieren:

  • die Entwicklung des Kindes
  • die Bindungsqualitäten und Bindungsmuster
  • das sich daraus ergebende Erleben / Problem
  • die familiäre Dynamik / Gruppendynamik

Bei Verdachtsmomenten auf Kindeswohlgefährdung verweise ich auf die Notwendigkeit einer Einschätzung durch eine Kinderschutzfachkraft nach §8a SGB VIII. Denn eine Supervision ersetzt nicht die Gefährdungseinschätzung durch eine Kinderschutzfachkraft.

Die Betrachtung des Kind unter diesen Aspekten dient dazu, das Kind in seinem Erleben und seinen Ängsten zu verstehen, die Bindung zu stärken oder zu lösen, neue Konstruktionen zu seinem Erleben und Verhalten zu entwickeln, Muster zu entdecken und ggf. zu irritieren. Weiter geht es darum Unterschiede zu finden, Annahmen und Hypothesen zu entwickeln, wenig hilfreiche Konstruktionen und Glaubenssätze in Hilfreichere zu verändern und Ideen für die pädagogische Arbeit mit der Familie bzw. mit dem Supervisanden zu entwickeln.

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In Anlehnung von Heinz von Försters: „Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird“, lautet mein Imperativ in Hinblick auf die bindungsorientierte-systemische Fallsupervision:

Nutze als Supervisorin
entwicklungspsychologisches und bindungstheoretisches Wissen,
damit die Perspektiven,
aus denen das Kind und die Arbeit mit dem Kind betrachtet werden können
sowie meine Methoden und Interventionsmöglichkeiten größer werden.

Mir ist es sehr wichtig, bindungsorientierte Aspekte auch in der Beziehung zwischen den Supervisandinnen und mir zu berücksichtigen.

Psychosoziale Fachkräfte bringen ihre Persönlichkeit, ihre Erfahrungen / Bindungsmuster aus ihrer Herkunftsfamilie und Biografie mit in ihre Arbeit ein. Daher sind diese auch Teil der Fallsupervision.

Mein Anliegen ist es, dass sich zwischen den Supervisanden und mir eine „sichere Supervisionsbindung“ entwickelt, die es den Supervisandinnen ermöglicht, vielseitige Schritte der emotional-kognitiven Exploration zu gehen, um auf ihr Anliegen hin eine hilfreiche und nützliche Lösung zu finden. Wertschätzung, Ressourcenorientierung, Authentizität, Feinfühligkeit und die Ermutigung, eigene explorierende Schritte zu gehen, sind mir dabei sehr wichtig.

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Bindungsorientierte Fallsupervision in der Jugendhilfe. Fallsupervision zur Klärung der Arbeit mit Eltern und Kindern in Bonn, Köln und Koblenz. Vom Beratungssystem (Supervision) zum Heimatsystem (praktische Arbeit).